Ahorntaler Blasmusik e.V.

Gründung 1951

 

Chronik 

Der jetzige Verein Ahorntaler Blasmusik e.V. wurde im Jahr 1951, unter dem Namen „Blaskapelle Kirchahorn“ von 9 Musikern aus verschiedenen Orten im Ahorntal gegründet, welches aus einer Vielzahl eigenständiger Gemeinden bestand. Die Ahorntaler Gründungsmitglieder waren Georg Plank, Jakob Polster, Georg Neuner, Hans Wickles, Franz Pfeufer, Josef Neuner, Hans Haas, Georg Pfeufer und Manfred Lindner. Schon kurze Zeit nach der Gründung stieg die Zahl der aktiven Mitglieder. Unterrichtet wurden Sie anfangs von H. Mahler aus Bayreuth und danach von Hans Bauer aus Glashütten. Die Musiker der Kapelle engagierten sich sehr und steigerten unter der Leitung des damaligen Dirigenten Herrn Lehrer Tetzky stetig ihre Leistungen. Neben kirchlichen Auftritten folgten auch bald Auftritte zu allerlei Festen wie Kirchweih, Vereinsfeste usw. Eine großartige finanzielle Leistung vollbrachten damals alle Musiker. Die Instrumente und Noten wurden annähernd alle von Ihnen selbst bezahlt. So investierte jeder einzelne Musiker bis Anfang der 60er Jahre allein für die Anschaffung von Notenmaterial ca. 400 DM. Die Investitionen haben sich gelohnt wie dies der Erfolg der Kapelle bestätigte. Im Jahr 1962 wurde die Kapelle mit Poppendorf zusammengeschlossen und nannte sich dann „Musikkapelle Kirchahorn-Poppendorf“. Den Verein verwaltete ab dem Jahr 1962 Herr Peter Zeilmann, Christanz. Er war somit Vorstand, Kassier und Schriftführer in einer Person. Der Zusammenschluss zwischen Kirchahorn und Poppendorf war nicht von langer Dauer und endete im Jahr 1965. Von nun an trug der Verein den Namen „Trachtenkapelle Ahorntal“. Diese Namensänderung der Kapelle zeigte die überörtliche Heimatverbundenheit des Vereins lange vor der Gebietsreform vom 1.April 1972. (Zusammenlegung aller Orte des Ahorntal’s zur Gemeinde Ahorntal.)

Die Musikkapelle verschrieb sich damals der Pflege bodenständiger Musik, mit typisch fränkischem Liedgut, sowie der Brauchtum- und Trachtenpflege. Die musikalische Leitung im Jahr 1969 übte Herr „Anton Schwee“ aus Trockau aus. Ab 1970 übernahm die musikalische Leitung der Musikkapelle Konrad Hauenstein, Pittersdorf - genannt „Onkel Kunz“. Die „Trachtenkapelle Ahorntal“ gliederte sich im Frühjahr 1971 in den FSV – Ortsgruppe Ailsbach ein. Sie blieb dennoch ein eigenständiger Verein und änderte nochmals den Vereinsnamen in „Ahorntaler Blasmusik“. Durch den Beitritt zur Ortsgruppe „Ailsbach“ (welche sich dem Fränkische-Schweiz-Verein mit Sitz in Ebermannstadt und dem Vorsitzenden des Kulturausschusses Fritz Preis anschloss) wurde der Ruf nach einer eigenen Ahorntaler Tracht laut. Der FSV unterstützte dies anlässlich seines 70-jährigen Bestehens sehr. Die engagierten Herren Fritz Preis (Vors. des Kulturausschusses des FSV), Peter Zeilmann, Christanz (Leiter der Ahorntaler Blasmusik und Kulturreferent der FSV-Ortsgruppe) und der Schneidermeister Willy Lodes, Hohenmirsberg, entwarfen die neue „Ahorntaler Tracht“, welche durch den Verein Ahorntaler Blasmusik eingeführt wurde. Die Tracht setzte sich aus einem einreihigen Sakko der Farbe Markgrafen-Blau mit Knöpfen aus Altsilber, einer roten Weste, einem Schlips, Hut, weißes Oberhemd, schwarze Kniebundhose, weiße Kniestrümpfe sowie Haferlschuhen zusammen. Diese wurde der Ahorntaler Bevölkerung erstmals im Herbst 1971 bei einem Konzert der Ahorntaler Blasmusik im Burggarten der Burg Rabenstein vorgestellt. Ferner erlebte die Ahorntaler Blasmusik zu dieser Zeit einen musikalischen und personellen Aufschwung und zählte bereits 19 aktive Mitglieder. Peter Zeilmann, Christanz übernahm dann im Jahr 1975 zur geschäftlichen auch noch die musikalische Leitung des Vereins. In den darauffolgenden Jahren wurde von der Kapelle eine Vielzahl von Auftritten und Konzerten vor begeistertem Publikum gespielt. So z. B. Konzerte auf Burg Rabenstein, in Tüchersfeld, Behringersmühle, im Garten der Burg Waischenfeld, im Kurpark in Bad Berneck, sowie auch Auftritte weit über die Grenzen des Ahorntals hinaus, z. B. in Hofheim bei Worms, in Schleswig-Holstein, Friedrichstadt, Berlin, Mölkau (bei Leipzig), Marienfeld (bei Bielefeld), Ingenried im Allgäu, Teilnahme am Oktoberfestumzug in München und noch einige mehr. Aufgeführt wurden und werden bis heute neben typisch fränkischen und böhmischen Titeln auch viele andere Musikstücke. So z. B. konzertante Titel wie „Meine Königin, Am goldenen Horn, Amazing Grace, auch altbekannte Märsche und Potpourris oder aktuelle Stimmungstitel u. v. m. Die Ahorntaler Blasmusik wurde unter der Leitung von Peter Zeilmann, Christanz zu einer erfolgreichen Musikkapelle, die stets die anfänglich eingeschlagene fränkisch-böhmische Stilrichtung beibehalten hat. Im Jahr 1978 erfolgte dann der Beitritt zum NBMB.

Eine weitere Änderung der Tracht wurde im Jahr 1979 vorgenommen. Das Sakko wurde in die Farbe dunkelgrün geändert und somit der allgemeinen fränkischen Tracht angepasst. Im Jahr 1985 wurde der Verein als e. V. neu gegründet und trug von da an den Namen „Ahorntaler Blasmusik e. V.“ Bei der Gründung als e. V. setzte sich der Verein aus 20 aktiven Mitgliedern und 13 Ehrenmitgliedern zusammen. Als Vorsitzender wurde wiederum der langjährige Leiter des Vereins Peter Zeilmann, Christanz, bestätigt. Zum zweiten Vorsitzenden wurde der 1. Flügelhornist Waldemar Dressel aus Christanz, zum Kassier der Klarinettist Peter Dahl, Körzendorf und zum Schriftführer der Bassist Klaus Ringler, Hohenmirsberg gewählt. In den folgenden Jahren traten in der Zusammensetzung der Vorstandschaft nur wenige Änderungen ein. So wurde 1988 Albin Zahn, Weiher zum Kassier, und Peter Zeilmann, Kirchahorn zum Schriftführer des Vereins gewählt. Eine weitere Änderung in der Vorstandschaft trat 1994 ein, als Wilfried Neuner, Christanz zum Kassier gewählt wird. Im Jahr 1997 legte der langjährige Vorsitzende Peter Zeilmann, Christanz, sein Amt als Vorsitzender des Vereins nieder. Zu seinem Nachfolger wurde Peter Zeilmann, Kirchahorn gewählt. Die musikalische Leitung des Vereins übernahm weiterhin der Dirigent und langjährige Vorsitzende Peter Zeilmann, Christanz. Im Jahr 2000 trat eine Änderung bei der Besetzung des 2.Vorsitzenden sowie des Kassiers ein. Zum 2. Vorsitzenden wurde Florian Landmann, Körzendorf und zum Kassier Michael Zeilmann, Kirchahorn gewählt.

Im Jahr 2001 wurde mit der 50-Jahr-Feier ein festlicher Meilenstein in der Vereinsgeschichte gelegt. Unter der Schirmherrschaft von Franz Adelhardt, Ebermannstadt, wurde dieses Jubiläum ein voller Erfolg. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens wurde der Ahorntaler Blasmusik e. V. die hohe Auszeichnung der „Pro-Musika-Plakette am weiß-blauen-Band“ verliehen.

Bereits ein Jahr später, im Oktober 2002 wurde mit Ausrichtung des Kreiskonzertes des Nordbayerischen Musikbundes, unter Mitwirkung drei weiterer Musikvereine in Kirchahorn ein neuer Höhepunkt des Vereins gesetzt.

Im Laufe der Jahre entwickelte sich der Verein stets zielstrebig weiter, so dass man heute in allen Punkten von einem modernen und zugleich traditionsbewussten Verein, der die Brauchtum-, Heimat- und Trachtenpflege stets im Vordergrund behielt, sprechen kann.

Nach einigen sehr erfolgreichen Jahren trat aufgrund der Änderungen auf dem Arbeitsmarkt und der damit verbundenen beruflichen Veränderungen einiger Musiker das Problem fehlender Stimmen auf.

So wurde durch das engagierte Vorgehen des Vorstandes Peter Zeilmann, Kirchahorn sowie der Vorstandsmitglieder Martin Ebnet, Markus Haas und Michael Zeilmann im Jahre 2004 das Projekt „Bläserklasse“ als wichtiges Instrument der Jugendarbeit und langfristigen Nachwuchsgewinnung ins Auge gefasst. In Kooperation mit der Volksschule Ahorntal und der tatkräftigen Unterstützung des Schulleiters Herrn Roland Volk, wurde hieraus eine ständige Einrichtung. Die erste Bläserklasse mit Herrn Stefan Wolf, Neuwelt/Plankenfels als Ausbilder, startete im Schuljahr 2005/2006. Für den Fortbestand des Vereins war dies ein wichtiger Schritt, so dass im Vereinsjahr 2012 insgesamt zehn Nachwuchsmusikerinnen und -musiker mit hervorragender Ausbildung, sowie abgelegten D1 & D2-Prüfungen, den zukünftigen musikalischen Grundstock des Vereins bilden.

Mit Unterstützung zahlreicher Helfer und dem Einsatz aller aktiven Musikerinnen und Musiker wurde im November 2012 das 60-jährige Jubiläum, in Form eines umfangreichen Konzert- und Unterhaltungsabends, gebührend nachgefeiert. Hierbei wurden zahlreiche Ehrungen der aktiven Mitglieder durch den NBMB und der BDMV vorgenommen.

Ab Februar 2014 wurde auf Wunsch des bisherigen musikalischen Leiters Andy Groh, Freienfels ein neuer Dirigent bzw. musikalischer Leiter in den Verein aufgenommen. Für diese Aufgabe konnte Markus Toesko, Auerbach, der auch das Amt des Kreisdirigenten des NBMB ausübt, gewonnen werden. Zum aktuellen Zeitpunkt umfasst der Verein 28 aktive Musikerinnen und Musiker, die eine ausgewogene Besetzung mit 8 Klarinitten, 5 Flügelhörner, 3 Trompeten, 3 Tenorhörner, 3 Baritone, 1 Euphonium, 2 Tuben, 2 Posaunen, 1 Schlagzeug bilden.

 

Peter Zeilmann

1.Vorsitzender

 

Kirchahorn, 20.09.2015

Fränkische Schweiz Verein e.V.

Der Fränkische Schweiz -Verein ist der Heimatverein der Region. Er verfügt in den Landkreisen Forchheim, Bayreuth, Bamberg, Erlangen und Kulmbach über mehr als 6500 Mitglieder in 45 Ortsgruppen

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Arbeitsgemeinschaft Fränkische Volksmusik

Verein für die Pflege der fränkischen Volksmusik, des fränkischen Liedes und des fränkischen Volkstanzes

 

 

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Norbayerischer Musikbund

Mit über 900 Mitgliedsvereinen und Institutionen ist der Nordbayerische Musikbund (NBMB) der größte Musikbund Bayerns. Der 1952 gegründete Verband vertritt über 45.000 Musiker aus Mittel-, Ober- und Unterfranken sowie der Oberpfalz.

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